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Kirchenschiff


Poblet

Die Klosterkirchen der Zisterzienser überraschen an vielen Orten durch ihre pure Größe. Verbunden mit der schlichten rationalen Ausführung einfacher architektonischer Bauformen (Pfeiler, Strebepfeiler und Stützbogen, schmucklose Fenster) vermitteln sie einen monumentalen Eindruck. Kirchen zwischen 90 und 120 Metern Länge überraschen den Betrachter. Waren sie doch nur für Mönche gebaut worden. Besucher des Kloster waren früher nur in der Kapelle an der Klosterpforte willkommen.

Betritt man die Kirche so strebt der Blick über das einfache Gewölbe vorbei an regelmäßigen Reihen von Bögen und Pfeilern nach vorne. Ein Bild sich ständig wiederholender geschwungener Wellen, die auf die einfachen runden Fenster des geraden Chorabschlusses fallen. Selbst in den Ruinen vieler zerstörter Klosterkirchen kommt man beim monumentalen Anblick der Anlage ins Staunen (siehe Walkenried).

Das Schiff der Klosterkirche ist eine lange Halle in Form eines lateinischen Kreuzes. Aufgebaut ist es aus verschiedenen gleichgroßen Quadraten, die sich aneinander reihen. Die vordere Hälfte des Schiffes ist allein für die Mönche des Konventes bestimmt, die sich hier mehrmals am Tag zum Gebet versammeln. In manchen Kirchen noch sichtbar ist ein Lettner (In Maulbronn aus Stein, anderswo aus Holz oder später aus Metall). Er teilt die lange Halle in einen vorderen Bereich (den das Chorgestühl der Mönche einnimmt und den hinteren Bereich, der den Laienbrüdern vorbehalten ist. Diese erhalten durch die Aufteilung der Kirche einen selbstständigen Bereich für das Gebet mit einem eigenen Zugang von den Konventsgebäuden her. So konnten sie zwar ohne Sichtkontakt am Chorgebet teilnehmen, gehörten aber dennoch zur Gemeinschaft der Betenden. Ein Chorgestühl findet sich hier jedoch nur selten.

 




 

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