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Ora et ...

Das Chorgebet ist der Mittelpunkt des spirituellen Lebens der Zisterzienser. Es gliedert den Tag und gibt ihm seinen unverkennbaren Rhythmus. Vom Gebet her erhalten die Mönche die Kraft für ihr hartes Leben. Die biblischen Texte und Gesänge werden verinnerlicht durch die ständige Wiederholung und den psalmodierenden Gesang. In einer Woche singen die Mönche alle 150 Psalmen und in einem Jahr hören sie die ganze Bibel in den Lesungen.

Der besondere Charakter des Chorgebetes liegt bei den Zisterziensern auch hier in der Reduktion auf das Wesentliche. Wie es Benedikt in seiner Regel vorschrieb, soll es im Tagesablauf ein ausgewogenes Verhältnis von Gebet und Arbeit geben (ora et labora). Den stark ausgedehnten Chordienst der Cluniazenser lehnen die Zisterzienser ab. Zudem bemühen sie sich um eine ursprüngliche Liturgie. Sie erforschen die alten Hymnen und befreien sie von allem Ballast. Die aus Molesme mitgenommenen liturgischen Bücher lässt schon Stefan Harding systematisch überarbeiten. Man bemühte sich die ursprüngliche Gestalt der liturgischen Gesänge aus Originalquellen zu erschließen.

 

 


Die Stundengebete
Stundengebet Stunde Sommer Herbst Winter Frühjahr 
Vigil, Laudes 8.Std. Nacht 2-3h 3.30-4.30h 2-4h 2-3.30h 
Prim 12.Std. Nacht 4.30-5h 5.30-6h 5.30-6h 7.30-8h 
Mette 1.Std. Tag 5-5.30h 6-6.30h 8-8.30h 6-6.30h 
Terz 3. Std. 8-8.30h 9-9.30h 9-9.30h 9-9.30h 
Sext 6.Std. 11.30-12h 11.30-12h 11.30-12h 11.30-12h 
Non 9.Std. 13.30-14h 14.30-15h 13.30-14h 13.30-14h 
Vesper 11. Std 18-18.45h 17.15-18h 16.15-17h 18-18.45h 
Komplet 12. Std 20-20.30 18-18.30h 17.30-18h 18-18.30h 



roman. Sonnenuhr, Otterberg Kreuzgang

nach Leroux-Dhuys, Die Zisterzienser aaO., S. 56 / Die modernen Zeitangaben schwanken jahreszeitlich bedingt durch längere oder kürzere Tageszeiten. Über die genauen Zeitangaben git es in der Sekundärliteratur verschiedene und abweichende Angaben.



 

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