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Tre Fontane


Tre Fontane: ein magisch-spiritueller Ort in der Großsstadt

Mitten im Stadtgebiet der heutigen Großsstadt Rom verbirgt sich das Areal der entzückenden Klosteranlage von Tre Fontane. In einem grünen Tal an der Via Laurentina hat man Zutritt zu einem besonderen spirituellen Ort, der nur von wenigen Rom-Touristen wahrgenommen wird. Der Legende nach soll hier der Apostel Paulus im Jahre 67 enthauptet worden sein. Drei Mal sprang sein Kopf dabei von der Erde auf und an jeder Stelle entsprang eine neue Quelle - die drei Quellen, tre fontane, an die heute noch drei Kirchen erinnern, die Klosterkirche und zwei weitere Kirchen aus der Barockzeit.

 

Den Klosterhof betritt man durch ein altertümliches Portal, das als Bogen Karl des Großen bezeichnet wird. Im Hof selbst empfängt einen ein freundliches Ambiente von Palmen, Blumen und verschiedenen Gebäuden mit Pilgergruppen aus aller Welt. Die Klosterkirche selbst strahlt den strengen zisterziensischen Geist aus und ist in ihrer schmucklosen und altertümlichen Einfachheit ein Kleinod der Baukunst des Ordens. Einfache quadratische Pfeiler ohne Dienste und Konsolen erinnern an andere frühe Klosterkirchen des Ordens (Rievaulx, Eberbach, Tiglieto). Der kleine rechteckige und abgesetzte Chor gehört ebenso zu den frühen Stilelementen burgundischer Prägung (Fontenay, Noirlac) wie die typischen Gruppierungen von Fenstern an Ost- und West-Fassade.

 

Schon seit dem 7. Jahrhundert besiedelten christliche Mönche diesen Ort, erst armenische oder griechische Mönche, später dann die Cluniazenser. Papst Innozenz II. übergab die zu der Zeit verweiste Abtei den Zisterziensern, die sie 1140 mit Mönchen aus Clairvaux besiedelten. Ihr erster Abt war Bernardo Paganelli, der spätere Papst Eugen III. (1145 Papst) - ein Freund Bernhards.

 

Mit sechs Tochtergründungen vor allem in Süditalien war die Abtei von Tre Fontane sehr fruchtbar. Leider wurde auch sie im ausgehenden Mittelalter zur Kommende umgeformt, verlor immer mehr an Bedeutung und wurde 1810 von Napoleon aufgehoben. Seit 1868 wird die Abtei wieder von Zisterziensern der strengen Observanz (Trappisten) besiedelt, die die alte Anlage wieder in Betrieb nahmen und ihr ihr heutiges Bild verliehen. Im Klosterladen kann man neben Produkten anderer Klöster des Ordens auch einen guten eigenen Wein der Abtei erwerben...


Panorama

Fotos: Achim Fürniss, April 2015

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