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Byland


Westfassade der Klosterruine von Byland

Byland Abbey (oder auch Bayland) gehört zu den drei großen Abteien der Zisterzienser in Nordengland und ist neben Fountains und Rievaulx eine der schönsten Zeugen der englischen Zisterzienserarchitektur. Die imposante Länge der Klosterkirche von 100m (Fountains m, Rievaulx m) und die großzügige Klosteranlage beeindrucken selbst noch als Ruine. Im feuchten Tal der X erheben sich die Mauern der alten Abtei immer noch zwischen den grünen Schafweiden rings herum, die das Kloster einst reich und berühmt machten. Nach der Auflösung durch Heinrich VIII. im Jahre 1538 zerfielen die Klostergebäude rasch.

 

Im Gegensatz zu den stolzen Ruinen der Abtei war der Beginn der Gründung von Byland eher schwierig und bescheiden. 1134 wurde von Kloster Furness aus an der Ostküste im Lake District in Calder ein neues Kloster gegründet. Furness gehörte zur Kongregation von Savigny in der Normandie, die sich 1147 dem Zisterzienserorden anschlossen. Der Beginn in Calder war wenig verheißungsvoll. Nur vier Jahre nach der Gründung flohen die Mönche nach einem Einfall der Schotten zurück zum Mutterkloster. Unter Mithilfe von Erzbischof Thurstan von York schlossen sie sich dem Einsiedler Robert de Alneto in Hood bei Thirsk an, ganz in der Nähe der späteren Gründung.

Meinungsverschiedenheiten mit dem Mutterkloster Furness, das Ansprüche auf die neue Gründung erhob, führten im Jahre 1142 auf dem Generalkapitel in Savigny dazu, dass die Gründung direkt Savigny unterstellt wurde.

 

Auf der Suche nach einem festen Standort fiel die Wahl zunächst auf einen Ort im Ryetal, der Byland hieß (heute Old Byland). Die unmittelbare Nähe zum Kloster Rievaulx (deren Glocken man hören konnte) erwies sich jedoch als wenig erfolgsversprechend und so zogen die Savigny-Mönche 1147 wieder fort in das unwirtliche Moor bei Stocking, ganz in der Nähe des späteren Standorts und bauten dort ihre erste Steinkirche mit Kloster.

Erst später erwarben die Mönche das heute Klostergelände in einem sumpfigen Tal ganz in der Nähe, das sie urbar machten und hier die Klostergebäude errichteten, die wir heute als Ruine noch besichtigen können.

 

Zunächst wurden hier die Gebäude für die Laienbrüder errichtet, die 1165 einzogen. Die Mönche übersiedelten erst 1177 nach Fertigstellung von Teilen der Kirche und der Klostergebäude in das neue Kloster. Erst in den 90er Jahren wurde die Kirche fertiggestellt und war zu seiner Zeit die größte Zisterzienserkirche in ganz Britannien. Dies lässt auf eine große Zahl von Mitbrüdern in Byland schließen. In der Tat wurde die Zahl der Mönche im Jahre 1231 auf höchstens achtzig und der Laienbrüder auf höchstens 160 festgelegt.


Fotos: Achim Fürniss, Juni 2009
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