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Mauern für die Ewigkeit

Mehr als nur Steine sind die Mauerwerke der Zisterzienser. Sie sind gebaut für die Ewigkeit. Sorgfältig behauen, mit künstlerischem Augenmaß aufeinander gesetzt, ein Kunstwerk für die Augen, die das nackte Mauerwerk über Jahrzehnte eines Lebens betrachten müssen. Bernhard verbietet die übliche Praxis des Mittelalters Mauern zu tünchen und sie zu übermalen. Nicht nur aus Gründen der Bescheidenheit und aus Verachtung des Luxus wird mit behauenen Steinen gemauert ohne Putz. Dafür wäre auch gemörtelter Bruchstein ausreichend und billiger gewesen, wie er für Burgen oder Stadtmauern verwendet wird.

 

Nein, der Stein selbst ist den Mönchen Meditation, sorgfältig ausgewählt, den Lichtverhältnissen angepasst, ein Sinnbild der Ewigkeit. Im Kloster Bebenhausen suchte man in 16 verschiedenen Steinbrüchen im weichen Sandtstein des Schönbuchs nach dem härtesten und schönsten Stein. Auch heute noch, hunderte Jahre später ist er kaum verwittert und die Fugen passen sich eng aneinander wie einst vor langer Zeit, als diese Steine behauen wurden.




Otterberg


Bebenhausen


Le Thoronet


Bebenhausen


Maulbronn


Maulbronn


San Galgano


Tiglieto


Schönau


 

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